Die unglaubliche Geschichte des George C. Parker

Die unglaubliche Geschichte des George C. Parker

Haben Sie schon einmal den Namen George C. Parker gehört? Nein? Dann haben wir heute eine kleine Geschichte für Sie zum Thema skurrile Verkaufstalente in der Immobilienbranche.

George C. Parker, der 1870 geboren wurde, war kein Immobilienmakler, wie Sie nun vielleicht denken mögen. Parker galt als einer der erfolgreichsten Betrüger in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Gauner bestritt seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von New Yorker Sehenswürdigkeiten an naive Touristen oder unvorsichtige Immigranten. So verhökerte er über Jahre hinweg mehrmals die Brooklyn Bridge, Madison Square Garden, das Metropolitan Museum of Art, das General Grant National Memorial und sogar die Freiheitsstatue.

Sein Lieblingsobjekt war jedoch die Brooklyn Bridge, die er sogar bis zu zwei Mal pro Woche an den Mann bringen konnte. Er hatte sogar ein eigenes Büro, um seinen kriminellen Geschäften die nötige Seriosität zu verleihen. Bei jedem Verkauf legte er beeindruckend gut gefälschte Dokumente vor, die den Käufern den nötigen Nachweis gaben, dass Parker auch wirklich der rechtmäßige Eigentümer der Gebäude war.

Auch seine Methoden waren ausgeklügelt und der jeweiligen Sehenswürdigkeit angepasst. Wenn er das Grant Memorial anpries, gab er sich als Enkel von Ulysses S. Grant aus. Bei der Brooklyn Bridge überzeugte Parker seine potenziellen Käufer mit dem Argument, dass sie mit dem Brückenzoll ein Vermögen machen könnten.

So passierte es des Öfteren, dass die Polizei die „neuen Besitzer“ von der Brücke vertreiben musste, als sie versuchten, Mautstationen zu errichten. Insgesamt wurde Parker drei Mal wegen Betrugs verknackt, bevor er nach seiner dritten Verurteilung Ende 1928 eine lebenslange Haftstrafe verbüßen musste.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel George C. Parker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia


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